Bau des Triebwagens

Die Idee, einen Triebwagen zu bauen, hatte ich eigentlich schon lange. Das in letzter Zeit vermehrte Aufkommen von Draisinen, "Tromobiles" und ähnlichen Konstruktionen auf schmaler Spur führte dann zu ersten Planungen. Natürlich wollte ich mehr als nur 4 Sitzplätze haben, jedoch konnte ich keine zufriedenstellende Lösung für den Antrieb eines 4-achsigen Fahrzeugs finden.

2008 hatte ich nach dem Verkauf des relativ schweren 4-Achsers an die Feldbahn Neckarbischofsheim vor, mir einen bequemeren und vor allem leichteren Wagen für Einsätze mit der Dampflok zu bauen und so hatte ich "für alle Fälle" 4 gefederte Diamond-Drehgestelle gebaut. Dann ergab sich die Möglichkeit, eine noch fahrtaugliche Kehrmaschine auszuschlachten. Die Aussicht, zwei der Drehgestelle diesel-hydraulisch antreiben zu können war so verlockend, daß anstatt eines neuen 4-Achsers ein Triebwagen entstand:

  • Ungefähres Vorbild ist der Meterspur-Triebwagen der Kleinbahn Zittau - Oybin
  • Der Triebwagen ist 5,00 m lang, 1,10 m breit und 1,95m hoch.
  • In jedem Drehgestell ist auf einer Trägerplatte ein Ölmotor montiert, der über eine kurze Duplexkette die erste Achsen antreibt. Diese ist mit einer längeren Kette mit der zweiten Achse gekuppelt.
  • Die Antriebseinheit aus 3-Zylinder KUBOTA-Diesel mit angeflanschter Verstellpumpe sowie der Kühler und die Tanks für Hydrauliköl und Diesel ist unter der Doppelsitzbank in Fahrzeugmitte untergebracht.
  • Das Ausgleichsgefäß für Kühlmittel , Hydraulikölfilter und Luftfilter sind bei abgenommenen Rücklehnen gut zugänglich.   
  • Die Steuerung der Pumpenfüllung und der Motordrehzahl (ursprünglich per Fußventil und Bowdenzug) geschieht jetzt elektrisch über Drehpotentiometer in einem Steuerpult auf Servomotoren. Auch alle anderen Funktionen (Fahrtrichtung, Hupe, Licht etc) werden vom Steuerpult aus über ein 25-poliges Kabel an die "Zentralelektrik" weitergeleitet.
  • Das Steuerpult kann am jeweiligen Führerstand eingehängt und über einen 25-poligen Stecker an das System angeschlossen werden.
  • Zum Auf- und Abladen kann der Triebwagens mit einem kleinen Steuerpult mit den wichtigsten Funktionen über ein 5 Meter langes Kabel "ferngesteuert" werden.

Um den Triebwagen in Aktion zu sehen, hier klicken oder zu "Videos" gehen!

      

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